Privatärztliche Praxis Dr Frieling - Schmerzgutachten   Herner Str. 351
44807 Bochum
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Privatärztliche Schmerzpraxis und Gutachteninstitut
Chronische Schmerzen

Behandlung Fibromyalgie-Syndrom FMS
1.) Akzeptanz, dass man an FMS erkrankt ist, erscheint sehr wichtig, d.h.dass Reduktion von Alltagsfunktionen stattgefunden hat, nämlich, dass das Leistungsvermögen im Beruf, Haushalt, in der Freizeitgestaltung, auch sexuell und im Verhalten gegenüber anderen (in der Familie, auf dem Arbeitsplatz, FreundInnen u.a.) sich stark verändert hat.
Anfängliches Schmerzempfinden an einzelnen Orten, wie Rückenschmerzen, Schulter-/Nackenschmerzen hat sich verstärkt, sich ausgeweitet auf zusätzliche Regionen. Besonders Rückenschmerzen haben einen Vorlauf von bis zu 20 Jahren bis die Diagnose FMS gestellt wird.

Aufsuchen und Zählen von definierten Arealen von Tender Points (hierbei handelt es sich um flächige, auf bestimmten Druck hin besonders schmerzhafte Gebiete – Abblassen des Nagelfalzes als ausreichenden Hinweis auf die Druckausübung) OHNE Ausstrahlung. Ist die Zählung positiv (> als 11 von den 18 definierten Punkten) hat man ein Ergebnis, mit dem man eigentlich nichts anfangen kann, auch Behandlungskonsequenz ergibt sich gibt sich daraus nicht. TPs sollten nur noch in wissenschaftlich orientierten Studien Verwendung finden, nicht kurativ, d.h.in der alltäglichen Verwendung am Patienten zu Behandlungszwecken.

Viel wesentlicher geht es nun um die Analyse der Ursachen dieser erlebter und empfundener Schmerzen in verschiedenen Körperregionen, also um einen Art Triage (Einteilung) von:
  1. Folgen erfassbarer körperlicher Erkrankungen (Bluterkrankungen, metastasierende Krebserkrankung, Epilepsie, Parkinson-Formenkreis, Schilddrüsenfunktionsstörungengen, um Erkrankungen aus dem entzündlichen systemischen rheumatischen Spektrum, u.v.a.m.)
  2. um Folgen psychiatrischer Erkrankungen (Depression, Angst, Panik); eine depressiver Störung ist zu 60 bis 70% mit erlebten Schmerzen assoziiert; der Oberbegriff heißt „Somatisierung“
  3. um Somatisierungsstörungen, d.h. um psycho-soziale Belastungen, Bedrängnisse, quälende Sorgen, auch um Lebensereignisse, die sich in unangenehm-widerwilligen, abneigenden Körperempfindungen (auch Schmerzen) ausdrücken, erlebt als „abweisende“ Empfindungen, der Haut, des Oberbauchs, Wirbelsäule Chronische Dauerschmerzempfindungen werden als eigene, ‚abgespaltene’ Kategorie somatoformer Störungen der Wirbelsäule und der Eingeweide. Chronische andauernde Schmerzempfindungen werden als eigene ‚abgespaltene’ Kategorie der somatoformen Störungen, als ‚anhaltende somatoforme Schmerzstörung’ aufgefasst und kokodiert als ICD-10 F45.4; hierunter werden auch pseudoneurologische (z.B. Schwindel u.a.) Störungen und die sogenannte Konversionsstörung subsumiert, als Ausformung psychischer Problematiken in körperlichen Empfindungen.
Beachte, dass FMS nach der internationalen Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) unter ICD-10 GM M79.70 kodiert werden soll; gewisse Kreise wollen uns glauben machen, ‚M’ 79.70 synonym ‚F’45.4 (anhaltende somatoforme Schmerzstörung) anzusehen und zu diagnostizieren, also Schmerzerleben zu psychiatrisieren. F45.4 beschreibt allein Ganzkörperschmerzerleben aus den genannten Gründen, ohne eine Leistungsbeeinträchtigung daraus ableiten zu können.

Bei chronischen Schmerzen kommt es regelhaft zu psychischer Mitbeteiligung. Handelt es sich um körperlich begründbare Dauerschmerzen, ist nicht der Schmerz allein das Problem, es geht, ebenso wie bei psychischen und somatoformen Begründungen, um den Prozess der Chronifizierung, d.h. es kommt zu Veränderungen von Hirnstrukturen, die zur Dauererregung führen und nun Schmerzen ‚produzieren’, auch akute „Schübe“, die ja in der Regel ‚ohne Anlaß’ auftreten.

Chronifizierung ist der Stressor bei Dauerschmerzen, gleichgültig ob körperliche, psychische oder somatoforme Begründung vorliegt.
Ursachen können auch in der Person selbst, der Persönlichkeit, im Umfeld, in den Umfeldbedingungen zu finden sein.

Persönlichkeitsstörungen F60, Persönlichkeitsveränderungen F62 sollten zur Beurteilung der Schmerzkrankheit zugezogen werden.
Chronische Schmerzen sind halt ein multidimensionales Problem, das durch Bildgebung nicht zu erfassen ist.
Psychische, somatoforme Prozesse sind die Ursache, Schmerzen als besonders „quälend“ zu erleben: deshalb wirken Schmerzmittel nicht; übrigens sind diese auch nicht für eine Dauerbehandlung angezeigt. In diesem Fall gibt es keine Wirkorte für diese Mittel, sodass sie dort auch nicht „andocken“ können.
Akutschmerzen bei FMS sind auch nur eine besondere Form von Dauerschmerzen, kein Akutereignisse wie bei einer Gallenwegskolik.

Mitbeteiligt sind Vorgänge, die die körpereigene Schmerzhemmung vermindern, die Schmerzschwellen herabsetzen, das symathische System zuschalten mit folgender Muskelbeteiligung in Form von Trigger Punkten/Strängen und schmerzhafter Ausstrahlung in weitere Muskelgruppen. Zugeschaltet wird auch das Immunsystem in Form von aktivierten Glia-Zellen, deren Substanzen wie die Zytokine entzündungsfördernd wirken.

Wichtig vor allem ist die reziproke Verschaltung der Muskulatur Mit dem limbischen System, dem Mandelkern (Amygdala). Bewußtwerden von Schmerzen geschieht im Vorderhirn unter kreisförmiger Abtastung mit anderen Hirnarealen. Funktionelles MRT macht viele dieser Veränderungen sichtbar.

Schmerzursache ist also in der Regel nicht durch Gewebeschädigungen verursacht, wie besonders das orthopädische Gebiet uns zu erklären versucht. Biomechanische Überlegungen hinsichtlich der Wirbelsäulen-Segmente, des Arthrons haben sehr enttäuscht, chronische Schmerzen zu begründen. Auch die „Bandscheibe“ spielt nur eine untergeordnete Rolle bei „Rückenschmerzen“, 3-4%, auch eine Spinalkanalstenose wird stark überschätzt als ‚Ursache’, 3-4%. Das Bandscheibenproblem fixiert viele Betroffene auf körperliche Schmerz’ursachen’. Vor kurzem konnte in der Schmerzforschung gezeigt werden, dass Mikroverletzungen in der Rückenmuskulatur zu erheblichem Impulseinstrom in das ZNS führt mit folgender Chronifizierung, d.h. es kommt zur selbständigen Erregung von zentralen Nervenzellen, die nun Dauerrückenschmerzen produzieren (Sandkühler Wien).
Verschlimmernd sind hier Schmerzmittel und viele Injektionen, besonders in Serie.
Wird ein FMS-Betroffener an der Bandscheibe wegen eines im MRT sichtbaren ‚Vorfalls’ operiert, hat dieser „verloren“, und zwar verschlimmert dieser oft nicht angezeigte Eingriff den FMS-Verlauf.
Wegen „Schmerzen“ sollte nicht operiert werden, es sei denn, es liegen Probleme beim Wasserlassen, beim Stuhlgang oder ausgepägte Schwäche in einem Bein vor.
Prüfung des Laseque (Schmerzen schon unter 30 Grad bei Anheben des gestreckten Beins, Verstärkung bei Fußhebung – Dorsalflexion, Anheben des Kopfes in Rückenlage mit evt. Drehung nach nach rechts und links) ergibt schnell ohne Bildgebung (MRT) die Diagnose eines Bandscheibenvorfalls.

2.) Wichtigste Therapieform ist eigenmotiviertes Bewegen, besonders bei akuten Phasen der Erkrankung, unbedingt abzuraten ist von Schonung, Ruhe, Bettlägerigkeit; macht man das regelhaft, verschlimmert sich die Erkrankung. Bettlägerigkeit von 8 Tagen bis zu 3 Wochen findet man leider zu oft – diese geht parallel einher mit Wirkungslosogkeit jedweder Therapie, inbesondere sind Injektionen bei akut auftretenden Rückenschmerzen dringend nicht anzustreben, obwohl auch nach eingehendster Information der erste Weg dem Hausarzt, Neurologen oder Orthopäden geht.
Die Überzeugung, dass Rückenschmerzen immer etwas mit der ‚Bandscheibe’zu tun haben, ist nicht auszurotten, das Gleiche gilt für Schonung und Stufenlagerung. Das Wissen um diese seit 20 Jahren als schädlich erkannten Verhaltensweisen ist noch nicht allen Behandlern bewußt, der Betroffene glaubt halt dem „Spezialisten“, und mag er noch soviel Unsinn erzählen. Viele Behandler sind immer noch fest der Theorie vom Gewebeschaden des Halte- und Bewegungssystem als „Schmerzursache“ verhaftet (seit 1664, Descartes – vorher waren Schmerzen als Schuld und Sühne abgesegnet, da half nur Beten).

Bewegen ist ein Prinzip, ein anderes alles langsam zu tun, ohne Kraftentfaltung, je nach Tagesform.
Vermeiden sie auch den Phyiotherapeuten, der ihre Muskeln „aufbauen“ möchte; bei FMS handelt es sich nicht um Muskelschwäche’. Konventionelle Physiotherapie mit „Herannehmen“ des Betroffnenen, wollen wir ihm doch einmal zeigen, was „eine Harke ist“, die „ist nur zu faul zur Bewegung“, zur „richtigen Bewegung“, die wollen wir mal „richtig“ rehabilitieren...; danach liegen Sie dann 3 Tage in der REHA-Klinik im Bett – wegen Erschöpfung, Übernehmens.

3.) Weitergebildete Physiotherapeuten übern mit Ihnen neue Bewegungsmuster ein, als Hausaufgabe, mit Supervision beim nächsten Termin. Sie versuchen Sie anzuleiten, Schonungsverhalten aufzugeben, einzelne Muskelgruppen zu dehnen, da es sich in der Regel um Trigger Punkte/Stränge handelt.

Machen Sie das 2-3 Jahre, werden Sie (weder) aktiv, aber hüten Sie sich vor zu vielen Bewältigungsbemühungen. Sie werden merKen, dass Sie sich an Dauerschmerzen adaptieren werden und diese nur noch im Hintergrund eine Rolle spielen.

FMS tötet nicht, aber sie nimmt Ihnen sonst das Leben.

Hinsichtlich von Bewältigungsstrategien beachten Sie: lassen Sie sich helfen, a) indem Sie die erwähnten grundlegenden Prinzipien strikt und immer beherzigen, indem Sie auch die Familie, Bezugspersonen informieren.
Sehr schwierig und entscheidend ist der Rollenwechsel in der Familie, da Sie nicht mehr die „Mutter der Kompagnie“ sein können; falls es möglich ist (finanziell) auch halbtags arbeiten, Umsetzung des Arbeitsplatzes einfordern u.v.a.m. Hier geht es auch um PC-Arbeiten, da die Zahl der Anschläge sich vermindert, Lärm unverträglich wird, Helligkeit am Arbeitsplatz nicht auszuhalten ist, Gewusel um den Arbeitsplatz herum, zusätzliche Pausen im Abstand von 20 bis 30 Minuten notwendig werden; bei Dranginkontinenz schnelle Erreichbarkeit der Toilette zu garantieren ist.

Vor allen Dingen lassen Sie sich exakte Diagnosen erarbeiten, bevorzugt beim Facharzt für Physiotherapie und Rehabilitation. Erschrecken Sie nicht, wenn u.a. auch ‚psychiatrische, somatoforme’ Diagnosen gestellt werden.
Hüten Sie sich vor Neurologen, die die Nervenleitgeschwindigkeit messen und Ihnen mitteilen, „ist in Ordnung“, FMS hat nichts zu tun mit Messungen, Laborergebnissen (Hausarzt: alles o.k.). Falls periphere schmerzhafte Neuropathie überprüft werden soll, ist heute Methode der Wahl die LEP (Laser evozierte Potenziale) oder die QST (semi-quantitative sensorische Testung).

Sie wissen nun, dass sehr häufig psychsiche Mitbeteiligung oder psychische VORerkrankung vorliegt.
Fixierung auf rein körperliche Diagnosen und Behandlung schadet nur – und fährt Sie unweigerlich „an die Wand“, und das spätestens 3-5 Jahre nach der Diagnose FMS.

4.) Medikamente können notwendig sein. Beachten Sie aber bitte die Tatsache, dass starke Opioide nur selten und sehr kurzfristig für bestimmte Schmerzen nach Gewebeschädigung hilfreich sein können; das schwache Opioid Tramadol kann ebenso über einige Monate wirksam sein, je 100mg dieser Substanz werden zu 1 bis 2mg Morphin umgewandelt – eine Menge, die zu schwach für jedwede Behandlung ist, die Tramadol-Wirkung läuft vielmehr über Aktivitätssteigerung von Synapsen im Hirnstamm, die die körpereigene Schmerzhemmung verbessern sollen (Serotonin und Noradrenalin), dazu wirkt es über den gleichen Mechanismus zunächst schlafanstoßend; eine weitere Wirkung geschieht über Natrium-Kanal-Blockade, es wird unspezifisch Reizleitungsgeschwindigkeit verzögert (Wirkung wie bei Lokalanaesthetika).

Ein 2. schwaches Opioid ist im Handel, das Tilidin, ebenso atypisches Opioid genannt; auch dieses wird in Morphin umgewandelt, etwas mehr als Tramadol, nämlich ca 2 bis 3mg pro 100mg Tilidin.
Beide sollten nicht in Tropfenform angewendet werden, da nur 4 Stunden Wirkzeit vorliegt, d.h. sie müssten 6x täglich eingenommen werden, um einen unveränderten Wirkspiegel zu erreichen; da das aber in der Regel nicht geschieht, üblicherweise werden 2-3x 20 Tropfen rezeptiert, kommt das Abhängigkeitspotenzial voll zum Tragen. Leider geht es in 2x50ml Packungen vielfach ohne Arztkontakte über den Tresen.
Tilidin hat keine weiteren Wirkeffekte, kann aber, bei unterschiedlich schneller verstoffwechselung, wie Tramadol, zu schweren kognitiven Nebenwirkungsreaktionen führen, besonders bei Alterspatienten von > 70 Jahren.
Es ist mit grosser Vorsicht bei Wiederholungsrezepten auszugehen, da Tilidin bei höherer Dosierung (Tropfen !) die Eigenschaft besitzt, „aufzuhellen“ und/oder einen „Kick“ auszulösen, deshalb ist es mit einem Morphin-Antidot versetzt („N“).

Bei chronischen Schmerzen aufgrund von Gewebeschädigungen sollten nur verzögert wirksame (retardierte) Formulierungen Anwendung finden.
Unter dem Strich sollten diese Analgetika bei FMS keine Rolle spielen. Ein 3. schwaches Opioid stellt das Codein dar – es wird ebenso minimal in Morphin umgewandelt, es sollte eher als Hustenmittel seinen Platz finden, es sollte in der Schmerztherapie keine Verwendung finden, da es dort nicht keine Indikation findet.

Bei chronischen Schmerzzuständen findet man in unterschiedlichem Ausmaß Schlafstörungen – diese sollten analysiert werden, da es eine Vielzahl möglicher Ursachen gibt.
Ist depressive Störung zu finden, hat sich Mirtazapin in kleinen Mengen bewährt (7,5 bis 15 mg), hier kommt es nicht zur Abhängigkeit, auch bei längerer Anwendung – leider ist eine erhebliche Gewichtszunahme zu befürchten, ebenso wie bei allen anderen Substanzen, die zur antidepressiven Behandlung benutzt werden, abgesehen vom Fluoxetin. Venlafaxin und Duloxetin haben wie Tramadol Serotonin- und Norarenalin-Effekte, neben der antidepressiven Wirkung. Falls Angsstörung ko-morbide mit depressiver Störung ist, sollte man zum Venlafaxin greifen (falls kein Schmerzproblem vorliegt, ist Citalopram das Mittel der Wahl). Reboxetin als SNRI (Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer) ist eine weitere Alternative zu den genannten Antidepressiva mit schmerzlinderndem Effekt, ohne Gewichtszunahme, wird aber wenig in der Schmerzmedizin angewendet, vielleicht wegen des inhärenten epileptogenen Effekts, besonders im Zusammenhang mit starken Opioiden.

Amitriptylin (nur wenige Tropfen bei FMS anwenden !) bis zu maximal 5 Tropfen = 10 mg ist ausreichend wegen seiner schlafanstoßenden Wirkung und seiner vielfachen Effekte, auch auf die Serotonin- und Noradrenalin-Hemmung zur Reaktivierung der körpereigenen Schmerzhemmung , u.a. Es sollte nicht mehr antidepressiv angewendet werden, da die dann notwendigen Dosierungen zu erheblicher Gewichtszunahme führen, abgesehen von Müdigkeit, Schwindel und Mundtrockenheit.

Gabapentin und Pregabalin sind Blocker von erregendem Calcium-Einstrom in die Nervenzelle und dämpfen zentrale Erregungsbildung. Sie sind unverzichtbar in der Schmerzmedizin geworden, da sie (chronische) Schmerzprobleme nach Chronifizierung lindern können, welcher Begründung auch immer; zudem wirken sie angstlösend. In den USA ist Pregabalin auch für FMS zugelassen, hier auch für generalisierte Angststörung F41.1. Pregabalin für FMS wurde 08/2007 beim Schmerzkongress Myopain in Wahington von I.Russel et al. zur Behandlung von FMS vorgestellt. Die in einer Studie erarbeitete Dosisfindung von 300 bis 600mg als Tagesdosis erscheint mir nach meinen Erfahrungen mit dieser Substanz für FMS seit 2004 als zu hoch angesetzt, ausreichend und verträglich sind 25mg morgens und 75mg abends, ausnahmsweise werden auch höhere Dosen bis zu 225mg täglich vertragen.
Bei Alterspatienten reichen bis zu 2x/3x100mg Gabapentin. Beide Medikamente zeigen glücklicherweise keine Interaktionen mit anderer, z.B. kardio-vaskulärer Medikation, auch da sie fast unverändert ausgeschieden werden. Vorsicht ist geboten bei Transaminasenerhöhung um das 3-fache, auch nach Pancreatitis und bei chronischer Pancreatitis. Leider ist auch hier von mäßiger Gewichtszunahme zu berichten (gilt für beide). Eine weitere Substanz, das Flupirtin, in der Depotform 400mg S long und in der 100mg Formulierung ist gut wirksam, nebenwirkungsarm. Es dämpft erregte Nervenzellen über einen KaliumMechanismus, es ist auch für Muskelprobleme (schmerzhafte Trigger Punkte/Stränge) sehr hilfreich. Analgetika sind für ca ½ Jahr indiziert, alle weiteren Schmerzmittel sind für die Langzeitbehandlung nicht geprüft (validiert) (H.Sorgatz, Darmstadt). Gabapentin und Pregabalin verlieren ihre Wirkung langsam abnehmend im Verlauf eines Jahres.

Tolperison sollte verlassen werden wegen der Gefahr allergischer Reaktionen, abgesehen davon handelt es sich auch nur um einen Natrium-Kanal-Blocker, nicht, wie der Name suggeriert, um ein „Muskel“medikament.

5.) Sie haben nach festgestellter Diagnose (holen Sie eine Zweit-, Drittmeinung bei einem kenntnisreichen ArztIn ein, nicht beim Routine-Neurologen, nicht beim Orthopäden, nicht beim Internisten, evt. beim ausgewiesen fortgebildeten Hausarzt). Drehen Sie sich auf dem Absatz um, falls dumme Bemerkungen vorgebracht werden, DAS haben Sie nicht zu dulden. Respekt bitte !
Vorsicht beim Gutachten schreibenden Psychosomatiker und Psychiater, die voreingenommen Diagnosen nach klassischer Psychopathologie abliefern, ohne schmerzpsychotherapeutische Auffälligkeiten oder psycho-somatische Faktoren zu beachten.

Nun sollten Sie Ihr Leben umkrempeln – DAS ist Ihre einzige Chance. Beenden Sie unnötige Arztkontakte, die Ihnen nur bei Akutschmerzen eine Injektion verabreichen.
Ihre Rolle in der Familie verändert sich, Ihr Arbeitgeber spricht von Leistungsabfall; die beantragte REHA-Maßnahme wird vom MDK nicht bewilligt. Kämpfen Sie nun, sonst haben Sie schon verloren – kämpfen aber nur innerhalb ihres Leistungsvermögens, übernehmen Sie sich nicht. Ich weiß, Sie können Stress nicht mehr ab, alles schmerzt heftiger, Sie können nicht mehr Heben und Tragen, der Haushalt bleibt liegen, Fensterputzen fällt flach. Informieren Sie sich genau (AWMF net. usw.), evt.nehmen Sie Kontakt zu einer Selbsthilfegruppe auf, die einen guten Namen hat, informieren Sie offen Ihren Partner, Ihre Kinder, Ihre Freundinnen, überprüfen Sie ihre Freizeitgestaltung (schaffen Sie das noch ?), es geht vieles über die Wupper (Abschied von körperlich anspruchsvollen Hobbies).

Nicht nur berufliche Schwierigkeiten tauchen auf, auch solche, die den Haushalt, die Versorgung betreffen, die Freizeitgestaltung, Sexualität, Verhalten in der Öffentlichkeit, zu Freunden, Arbeitskollegen, Gesellschaften, Verein.
Lange Flugreisen fallen weg, lange Reisen mit dem Auto, der Garten, eigene PkW-Benutzung über längere Strecken.

Lassen Sie es nicht zu, dass man Sie als „faul“ beschimpft (Schwiegermutter!). Informieren Sie. „Die hat doch nichts“ – lassen Sie sich das nicht bieten, Sie sind doch wer, „nur“ krank. Aber es gibt Möglichkeiten sich zu helfen, trotz Stressunverträglichkeit, trotz fehlender körperlicher Kraft, das hat sich ja alles nicht Knall auf Fall ergeben. Welche Bewältigungsstrategien ?
Welche Behandlungen ? Es dauert. Sie können Schmerzen bestenfalls in den Hintergrund drängen. Ist doch was. Kleine Dinge kann man auch positiv sehen.

Ein Rentenantrag ist kein Ausweg !
Das Verfahren, das Klageverfahren kann bis zu 5 Jahren dauern. Eine Berentung auf Zeit schiebt nur das Problem vor sich her. Beachten Sie – während der Verfahren sind Sie NICHT behandelbar, da Sie Ihre Leistungsbeeinträchtigungen über längere Zeit und bei mehreren Gutachten vorzeigen und beweisen müssen. Dieses notwendige Verhalten blockiert unbewußt auch die besten (neuen) Behandlungsvorschläge der REHA oder andere Quellen.. Anstreben von Berentung ist sehr häufig nur der (bequeme) Ausweg, wenn auch mühsam – oder die bequemere Ausrede, falls man für seine Misere NICHT nicht verantwortlich zeichnen will. Beachten Sie zusätzlich: Routine-Behandlung bei FMS ist Placebo, d.h. auch PAUSCHALE interdisziplinäre (multimodale) Therapie. Notwendig ist individuelle, mechanismen-basierte psychosomatische Behandlung (Egle, Gengenbach, Kinzigtal-Klinik). Ich will damit sagen, dass ein bißchen psychologische Behandlung, etwas Medikament gar keine Effekte zeigt.
Hüten Sie sich, ihre Rückenschmerzen mit der „Bandscheibe“ zu erklären. Meiden Sie die Spitzen beim Orthopäden.
Vermeiden Sie NSARs, d.h. Diclofenac, Ibuprofen, Naproxen, diese führen nur zur Refluxkrankheit (oft unter Mitbeteiligung von Nachbarorganen – morgendliche Heiserkeit, „Asthma“-Anfällen, unerklärliche Nasennebenhöhlenproblemen mit mehrfach Antibiotika ! über 3 Wochen ohne Effekt u.a.).

SIE sind die wichtige Person, die sich selbst-motivierend Strategien auswählt und unter Anleitung, Supervision durchzieht. Eine psychologische Methode, für alle angewendet, chronifiziert nur weiter.

6.) Falls Sie diese Regeln, Vorsichtsmaßnahmen mißachten, gilt für Sie: FMS tötet nicht – es nimmt nur langsam das Leben !
Sie sind verantwortlich für sich, erlernen Sie neue Verhaltensweisen. Es passiert nichts, obwohl sie sich bewegen. Der Partner bewährt sich JETZT, Freundschaften bewähren sich
JETZT.
Ich weiß auch, dass finanzielle Zwänge vorliegen, auch dass Sie Alleinerziehende sind (hier sind Sie besonders „gekniffen“), da es noch andere Stressbelastungen gibt als chronische Schmerzen und Hartz IV., das Kind, am schlimmsten sind dann pubertierende Kinder mit Ansprüchen.

7.) Verfallen Sie nicht wegen quälender Schmerzen in Passivität (Sofa, TV, Rauchen, Bettruhe über Tage/Wochen). Muskelschmerzen der Trigger Punkte haben zudem die unangenehme Eigenschaft, mit der „Psyche“ eng verknüpft zu sein.
Angst-/Schon-Vermeidensverhalten läßt Sie nur mehr verzweifeln, da NICHTS hilft. Der Behandler kann Ihnen NICHT helfen, falls Sie ihm Ihre Krankheit vertrauensvoll in die Hände zur Versorgung legen. Die Klage, NICHTS hilft, beweist nur Ihre Uninformiertheit und die der Behandler.

Sie sind nicht die einzige, die unter FMS leidet, Sie haben viele Kolleginnen auch in Japan, China, Kanada; in Norwegen, sagte mir kürzlich ein Chefarzt aus Bergen, seien nun ca 10% der Erwachsenen zwischen 30 und 55 Jahren an FMS erkrankt !

Sie können und müssen sich immer bewegen, denn nur so laufen Impulse aus der Peripherie in das Gehirn ein und „bremsen“ Vorgänge, bei denen das Gehirn Schmerzen in Richtung Peripherie erzeugt. „Ungebremst“ ergeben sich für SIE mehr und weitere chronische Dauerschmerzen mit akuten Phasen, von denen sie sich keinen Reim machen können, woher diese denn „kommen“. „Peripherie“ bedeutet, ganz grob gesagt, aus den Armen, Beinen, aus der Wirbelsäule, also aus dem Körper insgesamt.
„Gehirn“ meint zentrales Nervensystem (Rückenmark, sämtliche Hirnanteile, die das multidimensionale Geschehen „Schmerz“ verarbeiten und bewußt werden lassen.

8.) Der „Ausweg“ für Sie dauert leider ca 3-5 Jahre, es gibt aber Hoffnung es zu schaffen, d.h. Adaptation an Schmerzen.
Es gibt keine „Löschtaste“, Schmerzen können nur „überschrieben“ werden werden – und DAS ist Ihre Aufgabe. Wie ? Siehe oben. Auch das reduzierte Leistungsvermögen kann nicht wieder auf den vorherigen Stand gebracht werden, ein zufriedenes Leben ist aber wieder erreichbar. Je früher Sie anfangen, desto besser; am besten verlassen Sie sich nicht auf ÄrztInnen, aber auch nicht auf Naturheilkundler, Homöopathen und Wunderheiler in Holland. Unbezahlbar ist ein(e) KollegIn, ein(e) PsychotherapeuIn mit Übersicht über das Gesamtkrankheitsgeschehen genannt FMS, die/der auch Erfahrung mit „körperlichen“ Erkrankungen besitzt. Gehen Sie auf Suche, sie/er ist zu finden. Begügen Sie sich nicht mit halben/viertel Lösungen. FMS bedeutet (verlorene) ZEIT. Diese verlieren Sie sehr schnell.

Hier ist ein wichtiger Einwand zu machen, falls „schulmedizinische“ Vorstellungen und Ansichten als allein seeligmachend vorgestellt werden. Medikamente wirken schlußendlich mittels Schwingungen, Interferenzen mit Molekülen, ebenso reagieren diese auf Licht, Farben, Mikrostromfrequenzen, es muss sich nur um die ‚passende’ Frequenz und die passende Molekülgruppe oder Molekülgruppenform handeln, die interferiert, da jedes spezialisierte Gewebe eine Eigenfrequenz besitzt oder Licht absorbiert, um seine ursprüngliche Form wieder anzunehmen, falls es nicht zerstört ist.

Einen wichtigen Ansatz zur Behandlung des Fibromyalgie-Syndroms bildet die Behandlung der feststellbaren, palpierbaren Trigger-Punkte (TrPs) in der Skelettmuskulatur.

Leider geht die kurative Medizin fast völlig an ihnen vorbei und mißachtet sie. Selbst die GKV erstattet keine spezifische Behandlung, abgesehen vom notwendigen Dehnen von Einzelmuskeln, von Muskelgruppen und deren Gegenspielern.
Auch die PKVen und die Beihilfe tun sich sehr schwer. TrP-Behandlung ist Spezialisten vorbehalten, die eine besondere Ausbildung vorweisen können.

Diese Therapie ist unverzichtbar, auch nach den weiter unten erfolgenden Ausführungen. Man findet TrPs nicht nur in der Rumpfmuskulatur mit ihren Folgen: Dysbalancen, Koordinationsstörungen, schnellere Ermüdung durch Muskelverkürzungen und Muskelabschwächung (taut bands) mit Rückenschmerzen.

Massage-Therapie ist abwegig. Auch Gymnastik verspricht zu viel, erfasst aber TrPs nicht, es sei denn, Gymnastik erstreckt sich auch auf gezielte Dehnübungen.
Quaddeln kann kurzfristig schmerzlindernd sein, es wird aber häufig in Serie angewendet , d.h. der Betroffene kommt 2x/Woche zur Wiederholung. Nach 2-3x ist auch der Placebo-Effekt ‚aufgebraucht’. Mit der ‚Nadel’ wird so eine tragfähige Arzt-Patienten-Beziehung zerstört. Gewöhnung an die Nadel chronifiziert weiter.

TENS eignet sich für chronische Schmerzbeschwerden, ‚akut’ ist kaum Wirksamkeit gegeben. Die Firma Schwa-medico vertreibt ein Gerät (Eco), das auch Mittelfrequenzen erzeugt – diese durchströmen den Muskel mehr in der Tiefe mit einem grösseren Volumen und sind deutlich weniger schmerzhaft als viele andere Fabrikate, die auf der Haut eher schmerzen, besonders in der Zeit nach der Anwendung. Ein TENS-Gerät sollte ca 3x täglich über 1 Stunde und mehr Anwendung finden. Die Behandlung ist seit den 70er Jahren bekannt und findet auch heute noch wegen seiner Nebenwirkungsarmut seine Indikation. Vertragen Sie es nicht – lassen Sie es.

Allgemeine Physiotherapie verbessert nicht, falls sie nicht mit gezielten Hausaufgaben und Supervision (Beratung und Beaufsichtigung bei Folgeterminen) verbunden ist; Injektionen in die TrPs sind nicht validiert (Effektivität durch Studien belegt).
Vor allen Dingen sind Lokalanaesthetika mit einem Kortikosteroid nicht (mehr) angezeigt. Überhaupt sind Depot-Kortikosteroide bei Schmerzkrankheit eher schädlich wegen monatelangen Einflusses auf den Hormonhaushalt (Hypophse-Nebenniere) - diese Seuche ist nur mit einem klaren NEIN zu unterbinden. Injektionen wegen Schmerzen schaden nur.
Akupunktur wird routinemäßig angewendet bei Schmerzen mit gutem Effekt für den Behandler. Dieser sticht nur Nadeln, es handelt sich in der Regel nicht um ‚Akupunktur’. Placebo kann aber bis zu 9 Monaten wirksam sein. Bei weiteren Anwendungen reduziert sich dieser.
Bei FMS und überschiessenden Schmerzen auf einen harmlosen Reiz hin (Allodynie) und auf einen leicht schmerzhaften Reiz mit starker Schmerzantwort (Hyperalgesie) kann Akupunktur zur Tortur werden, da die Arzthelferin nicht überwacht, sondern erst nach 20 Minuten zum Nadelziehen zurückkommt (akute schwerste Schmerzzunahme, Schweißausbrüche, Ohnmacht, Beten dass das ein Ende nimmt).

Osteopathie kann für funktionelle Beschwerden hilfreich sein. Auch hier kann der Therapeut durch Bindungsverhalten die Arzt-Patienten-Beziehung belasten, da nur „diese Methode“ etwas zu ‚bringen’ scheint – und das wird von der Betroffenen vehement vertreten.
Monomane Therapien sind allgemein nicht hilfreich, alle.

Botulinum Toxin kann in Einzelfällen nach jahrelangen Injektionen in den aufsteigenden Trapezius an einer extrem schmerzhaften Stelle oder desgleichen im Winkel seitlich zwischen Rückenstreckern und Beckenkamm die Schmerzleitung unterbrechen – immer gefolgt von ausgedehnten Dehnprogrammen.

Ich habe Hunderte Injektionen an/in diese Schmerzorte gesehen.
Ist das eine Systemfrage oder nur Dummheit ?
Der Betroffene sucht um Hilfe nach, manchmal auch um jeden Preis. Hier ist sehr häufig einmal einfache Skepsis angesagt.
Auch bei einem „Spezialisten“ ist dringend Nachfrage eingefor-dert. Werfen Sie auch NSARs (s.o.) als Dauerbehandlung einfach in den Müll (diese sind 5-10 Tage ‚erlaubt’ – die FDA und EMEA – die amerikanische bzw.europäische Regulierungsbehörde).

Es handelt sich dabei um neuro-muskuläre Knotenbildungen der sogenannten Endplatte des Muskeln, dort wo kleinste Nerven enden und den Muskel zur Kontraktion anregen, indem ein chemischer Stoff ausgeschüttet wird, der den Muskel zur Kontraktion bringt. Diese Knoten bilden sich in Reihen (‚Stränge’‚ taut bands), verkürzen den/die Muskeln und schwächen ihn.
Ursache ist das Nordrenalin, das über das sympathische System an diese Stellen gelangt, durch seine Wirkung werden Kapillaren minderdurchblutet, die Knoten komprimieren diese zudem, O2-Mangel in den Knoten ist nachgewiesen, das Gewebe ist sehr sauer und durch Zytokine und andere Substanzen ‚entzündet’.

Behandlung besteht so in Alkalisierung des sauren Gewebes, dies kann NICHT oral durch Einnahme von sogenannten alkalisierenden Substanzen geschehen ! Trigger Punkte können mit alkalisierenden Mikrostrom-Frequenzen und gleichzeitigem Einwickeln in ein alkalisierendes Gel von hier vorherrschem sehr sauren pH 4.3 in den fast normalen Gewege-pH von 6.4 überführt werden, schon nach 5 Minuten beginnen die Zytokine zu verschwinden – dieser Vorgang ist nach 2 Stunden abgeschlossen (Shaw, National Institute of Health, Bethesda, MD).

Trigger Punkte werden heute mit dry needling stimuliert und antworten mit einer Zuckungsreaktion (twitch response), diese Antwort der Trigger Punkte mit der beschriebenen Reaktion kann besser und schmerzloser mit der Stoßwellenbehandlung ausgelöst werden, dabei erfasst man besser auch Gruppen von Knoten oder ganze Muskelgruppen.
Stoßwellen werden auf verschiedene Art erzeugt, wichtig ist nur das Einbringen von Energie in den Muskel in eine bestimmte Tie- fe mit einem bestimmten Volumen.
TrPs können sich in Schulterhöhe in einer Tiefe von 4-5 cm befinden, neben der Wirbelsäule noch tiefer. Der Physiotherapeut erreicht diese nicht oder nur sehr kurzzeitig, auch ein Glasstab oder ein ’Schlüssel’ sind möglich, sind aber unerträglich schmerzhaft. Nur ein Tennisspieler oder Leistungssportler hält das aus.

Charakteristisch für Trigger Punkte ist die schmerzhafte Ausstrahlung in weitere Muskeln und Muskelgruppen, sowie in deren Gegenspieler über Mechanismen, die über das Rückenmark laufen und auch das darüber- und das darunter liegende Segment betreffen. Ausstrahlungen vom inneren Schulterblattrand bis in die Hände und von den Gesäßmuskeln bis in die Füße können routinemäßig ausglöst werden. Statt der Muskeln wird regelhaft die „Wirbelsäule“ oder die „Bandscheibe“ behandelt, die Gelenke (Schultern und Ellenbogen, Hüfte und Knie).

Trigger Punkte sind bei dieser Sicht der körperliche Ausdruck des Stressystems in den Muskeln (Noradrenalin); diese sind leicht erfassbar und sind wesentlich für das Schmerzverhalten.

Oxithermie kann diese Behandlung noch verbessern.
Diese Kombinationsbehandlung lindert vor allen Dingen den erheblichen Muskelschmerz (kann durch Medikamente wie Pregabalin und Flupirtin noch weiter verbessert werden).

Zumindest ergibt sich eine deutliche, sichere Möglichkeit, den Dauerschmerz zu lindern, das Allgemeinbefinden zu stärken, und zumindest diesen Aspekt des FMS anzugehen.
Auch das Angst-/Schon-/Vermeidensverhalten verbessert sich (ich bewege mich nur wenig, aus Angst, dass es schmerzt).

Bewegung und ‚Bewältigung’ können auch kontrapunktiv sein:
Nordic Walking schaffen Sie nicht – es schafft Sie.
3-4x wöchentlich unterwegs sein „auf Bewältigungsstrategie“ erschöpft nur, d.h. es muss sich um das richtige Quantum handeln, zugeschnitten auf die Tagesform, auf Phasen akuten Schmerzes – alle andere erschöpft psychisch und körperlich.
Sie müssen nicht einen zusätzlichen Stressor einführen.
DAS erzählt Ihnen aber keiner, das sollten Sie selbst herausfinden. Man muss nicht den ganzen Tag unterwegs sein und zu den Terminen hetzen, schränken Sie auch Arztbesuche ein, es gibt kaum notwendige hinsichtlich FMS, es sei denn, es liegen therapiebedürftige Grunderkrankungen vor, diese haben immer Behandlungvorrang. FMS bedeutet dann Beschreibung der Reduktion von Alltagsfunktionen. Psychische Mitbeteiligung oder auch psychische Begründung von Schmerz ist immer zu analysieren.